Eine starke Unternehmenskultur in unsicheren Zeiten aufbauen – und warum es jetzt entscheidend ist

Technik Radar

Nur ein Drittel der Beschäftigten in den USA und lediglich 23 % weltweit fühlen sich laut Studien aktiv in ihre Arbeit eingebunden – und das in Zeiten, in denen es eigentlich gut läuft. In unsicheren Phasen wie aktuell sinkt die Motivation weiter. Umso wichtiger ist es, eine widerstandsfähige, positive Unternehmenskultur zu schaffen, die Mitarbeitende bindet, inspiriert und stärkt.

Warum Unternehmenskultur den Unterschied macht

Top-Performer unter den Unternehmen weisen mehr als doppelt so hohe Mitarbeiterbindung auf wie der Durchschnitt – kein Zufall. Eine starke Unternehmenskultur bringt messbare Vorteile:

  • Geringere Fluktuation: Positive Mitarbeitererfahrungen senken die Kündigungsrate um bis zu 68 %.
  • Bessere Rekrutierung: Fast 50 % der Bewerber meiden Unternehmen mit schlechtem Ruf oder toxischer Kultur.
  • Höhere Produktivität: Zufriedene Mitarbeitende sind rund 20 % leistungsfähiger.

So stärken Sie Ihre Kultur in unsicheren Zeiten

Offene und regelmäßige Kommunikation

Transparenz ist essenziell. Gerade wenn Veränderungen anstehen oder wirtschaftliche Unsicherheit herrscht, wollen Mitarbeitende ehrlich informiert werden. Auch schlechte Nachrichten sollten offen kommuniziert werden – das reduziert Spekulationen und stärkt das Vertrauen.

Zeigen Sie klar auf, wie sich externe Entwicklungen auf das Unternehmen und auf einzelne Teams auswirken – und welche Maßnahmen Sie ergreifen, um mögliche Folgen abzufedern.

Feedback einholen – und ernst nehmen

Ob in Form von Umfragen, Townhalls oder persönlichen Gesprächen: Wer seine Mitarbeitenden aktiv nach ihrer Meinung fragt und auf Rückmeldungen eingeht, signalisiert Wertschätzung. Wichtig ist dabei, dass Feedback nicht nur gesammelt, sondern auch umgesetzt wird.

Allein eine „offene Tür“ reicht nicht – es braucht gezielte, sichere Räume für ehrliche Kommunikation.

Anerkennung zeigen – auch kleine Gesten wirken

Mitarbeitende sind laut Studien viermal so engagiert, wenn sie regelmäßig Anerkennung erfahren. Das muss nicht teuer sein: Dank automatisierter Programme wie denen von Motivosity lassen sich Wertschätzung und kleine Belohnungen gezielt und nachhaltig in den Alltag integrieren.

Scott Johnson, Gründer und CEO von Motivosity, erklärt: „In schwierigen Zeiten brauchen Mitarbeitende einen Zufluchtsort genauso wie einen Job. Unternehmen, die in Zusammenhalt und Anerkennung investieren, schaffen genau das. Unsere Kunden berichten von hoher Energie und Optimismus – selbst dann, wenn die Welt draußen alles andere als positiv war.“

Karrierechancen fördern

Mitarbeitende suchen heute aktiv nach Entwicklungsmöglichkeiten. Fehlende Perspektiven sind laut Studien einer der Hauptgründe für Jobwechsel. Unternehmen mit starker Kultur investieren deshalb gezielt in Weiterbildungen, Skill-Trainings und individuelle Entwicklungspfade.

Fast die Hälfte der Arbeitnehmenden gibt an, dass sie nicht die berufliche Förderung erhalten, die sie sich wünschen – ein enormes Potenzial für Verbesserung.

Unternehmenswerte erlebbar machen

Gerade in Krisenzeiten müssen Werte mehr sein als schöne Worte auf der Website. Sie geben Orientierung, Halt und Sinn. Verdeutlichen Sie, wie jede Rolle im Unternehmen zum gemeinsamen Ziel beiträgt – das motiviert und stiftet Identifikation.

Faire Bezahlung gehört zur Kultur

Eine starke Kultur schließt eine wettbewerbsfähige Vergütung mit ein. Wer hier zurückfällt, riskiert Unzufriedenheit – auch wenn andere Bereiche stimmen. Eine regelmäßige Überprüfung von Gehältern und Benefits im Branchenvergleich ist Pflicht.

Mentale Gesundheit ernst nehmen

Laut einer Umfrage der National Alliance on Mental Health (NAMH) von 2024 fühlen sich 52 % der Mitarbeitenden ausgebrannt, während sich 62 % unwohl dabei fühlen, darüber zu sprechen. Burnout ist längst keine Randerscheinung mehr.

Geschulte Führungskräfte, gezielte Unterstützung (etwa über Employee Assistance Programs) und eine offene Gesprächskultur können entscheidend dazu beitragen, dass mentale Gesundheit kein Tabu bleibt – sondern Teil einer mitfühlenden Unternehmenskultur wird.