Mit der Umbenennung ihres Lifestyle-Labels in „As Ever“ hat Herzogin Meghan Markle eine Kontroverse ausgelöst. Der Name ist bereits seit Jahren von einem kleinen Modeunternehmen in New York City registriert – und der Gründer zeigt sich alles andere als erfreut.
„As Ever“ gibt es längst – Gründer spricht von Verwirrung
Am Dienstag verkündete Meghan Markle, dass ihre Marke künftig nicht mehr „American Riviera Orchard“, sondern „As Ever“ heißen werde. Nur wenige Stunden später meldete sich Mark Kolski, Gründer der gleichnamigen Modemarke „As Ever NYC“, auf Instagram zu Wort.
„Wow und hallo“, schrieb Kolski. „Ich möchte allen alten Freunden danken, die unsere kleine Familienmarke As Ever kennen und lieben, und auch all jene willkommen heißen, die gerade erst auf uns aufmerksam geworden sind. In den letzten 36 Stunden gab es eine Welle der Unterstützung und Besorgnis bezüglich der aktuellen Ereignisse rund um unsere Namensmarke. Wir sind informiert. Wir sind nicht verbunden.“
Kolski schilderte, dass er 2015 mit der Umarbeitung von Vintage-Militärkleidung für seine Frau Astrid Dahl begann. 2017 wurde „As Ever“ offiziell als Marke eingetragen. Heute produziert er Kleidung in New York und New Jersey – mit Hilfe eines kleinen Familienbetriebs.
Kleine Marke gegen Netflix-Power
In einem Interview mit der Sun erklärte Kolski, dass er „alle Möglichkeiten prüft“, um auf die Namensdoppelung zu reagieren, aber sich machtlos gegenüber der finanziellen Stärke von Meghan Markles Projekt fühlt.
„Ich bin ein sehr kleines Unternehmen, ein Familienbetrieb. Im Grunde bin ich ein Ein-Mann-Unternehmen“, so Kolski. „Diese neue Unternehmung hat die Macht und das Geld von Netflix im Rücken. Selbst wenn ich etwas unternehmen wollte – ich habe nicht die Armee von Anwälten, die ihnen zur Verfügung steht.“
Social-Media-Reaktionen: „Marke geklaut?“
In sozialen Netzwerken ließ die Reaktion nicht lange auf sich warten. Viele User äußerten Unverständnis:
„Meghan Markle hat denselben Namen wie eine bereits bestehende, eingetragene Marke übernommen … As Ever“, schrieb ein Nutzer auf X. „Sie haben ihre Marke nicht gestohlen. Sie hat versucht, ihre zu übernehmen.“
Ein anderer kommentierte: „Versucht Meghan Markle gerade einen ‚Blake Lively Move‘, indem sie den Namen einer bestehenden New Yorker Marke übernimmt? Und ist Netflix da auch mit drin?“
Markle: „Ich habe den Namen bereits 2022 gesichert“
Markle verteidigte in einem Video ihre Entscheidung. Gemeinsam mit dem neuen Markennamen stellte sie auch ihre neue Website und das Logo vor.
„Die Katze ist aus dem Sack“, sagte sie. „Ich bin überrascht, dass wir das so lange geheim halten konnten. In zwei Wochen kommt meine Show raus, worauf ich mich sehr freue. Und auch mein Unternehmen, über das viele neugierig waren.“
„Letztes Jahr dachte ich, ‚American Riviera‘ sei ein schöner Name. Es ist mein Viertel, ein Spitzname für Santa Barbara, aber es hat mich auf lokal produzierte Produkte beschränkt“, so Markle.
„Dann kam Netflix dazu, nicht nur als Partner für die Show, sondern auch für mein Unternehmen – was großartig war. Ich habe gewartet auf den richtigen Moment, einen Namen zu teilen, den ich bereits 2022 gesichert hatte. Und dieser Moment ist jetzt. Der Name lautet: As Ever.“
Markle erklärte zudem, dass „As Ever“ für das stehe, „wie es schon immer war“, und knüpfte damit an ihr früheres Projekt „The Tig“ an. In der Produktpalette sollen unter anderem Fruchtaufstriche enthalten sein: „Ich denke, wir sind uns alle einig: Marmelade ist mein Ding. Aber es gibt noch viele weitere Produkte, die ich liebe, und ich kann es kaum erwarten, sie mit euch zu teilen.“
Konflikt mit Potenzial für mehr?
Ob es in der Auseinandersetzung zu rechtlichen Schritten kommt, bleibt offen. Klar ist: Der Fall „As Ever“ zeigt, wie angespannt die Dynamik zwischen kleinen Marken und prominenten Großprojekten sein kann – besonders dann, wenn Namen und Identitäten auf dem Spiel stehen.